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Recht und Wahrheit

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27.10.2026

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Neocon-Angriffe gegen Chrupalla

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Wir haben bereits mehrfach darüber berichtet, dass die US-Neocons seit geraumer Zeit bemüht sind, die europäische Rechte für ihre Pläne einzuspannen. Dabei fließt mutmaßlich auch viel Geld. Die Ausrichtung auf einen extremen Zionismus, die bedingungslose Loyalität zu Israel und die Verpflichtung auf den globalen US-Kriegskurs sind Kernpunkte der Politik der US-Neocons.

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Der letzte spektakuläre Fall dieses „Einfangens“ rechter europäischer Organisationen war die Unterwerfungserklärung der österreichischen FPÖ unter den Zionismus mit einer Rede des Parteivorsitzenden Herbert Kickl im Europäischen Parlament in Straßburg.

 

Dass auch Kräfte inner- und außerhalb der AfD versuchen, diese Partei dem Beispiel ihrer österreichischen Kollegen folgen zu lassen, ist in der letzten Zeit immer offener zutage getreten. Als publizistische Sturmgeschütze betätigen sich derzeit das Nachrichtenportal „Nius“ und die Zeitung „Junge Freiheit“ unter ihren Chefs Julian Reichelt und Dieter Stein, beide Verteidiger des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu, dem von den Vereinten Nationen und Menschenrechtsorganisationen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen vorgeworfen wird. Das Vorgehen der israelischen Regierung in Gaza, das von zahlreichen Kritikern weltweit als Genozid bezeichnet wird, wurde von beiden Presseorganen wiederholt verteidigt.

 

Aktuell haben sich Nius und Junge Freiheit auf den AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla eingeschossen, der als Kritiker der israelischen Gewaltpolitik und als Befürworter einer Friedens- und Verständigungspolitik gegenüber Russland bekannt ist. Er ist derjenige in der AfD-Führung, der dem Einschwenken der Partei auf den Neocon-Kurs derzeit noch im Wege steht.

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Doch nicht nur von außen, sondern auch aus dem Inneren der Partei wird versucht, Chrupalla zu schaden. Dabei tut sich der Bundestagsabgeordnete der AfD Dr. Maximilian Krah besonders hervor, der als Pro-Atlantiker und Freund des Zionismus betrachtet werden kann. Krah hat erst kürzlich bei einem Besuch in Israel seine Verbundenheit mit den rechten Kräften des Landes betont. Chrupallas Forderung nach einem Abzug der US-Truppen aus Deutschland kritisierte Krah in der Vergangenheit scharf. Daneben ist Krah auch ein Gegner des Remigrationskonzeptes, an dem die AfD bisher noch festhält.

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Chrupallas Vorteil ist die Unterstützung, die er aus der AfD Ostdeutschlands erhält. Dort wird ein Friedenskurs gegenüber Russland stärker befürwortet als im Westen, aber auch die israelische Politik deutlicher kritisiert. Viel wird davon abhängen, wie sich die Lichtgestalt der ostdeutschen AfD, Ulrich Siegmund künftig zu Chrupalla und dessen Positionen verhalten wird.

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Kritische Beobachter befürchten, dass eine weitere Verstärkung des Einflusses der Neocons auf den Kurs der AfD mit einer Schleifung weiterer wichtiger Positionen einhergehen könnte. Nato- und EU-Austritt und die Wiedereinführung der D-Mark sind bereits vom Tisch. An harten Themen bleiben der AfD jetzt noch der Frieden mit Russland und die Remigration. Fallen auch diese, wird der AfD künftig wohl nur noch patriotische Folklore übrig bleiben. Dann aber könnte die Befürchtung wahr werden, die der Jurist Dr. Thor von Waldstein kürzlich in einer Diskussionsveranstaltung äußerte:

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„Es gibt Schlimmeres, als ein AfD-Verbot. Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist eine immer stärker werdende AfD, deren politische Inhalte nach dem Bröckeln der Brandmauer nach und nach aufgelöst werden.“

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Im Archiv finden Sie ältere Beiträge.  

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